Miteinander statt nebeneinander – das ist die Idee des Mehrgenerationenprojektes
Bürgel.

In zentraler Lage entsteht ein Ort, an dem Jung und Alt zusammenkommen, voneinander lernen und das Leben in Bürgel aktiv gestalten. Ob gemeinsames Kochen, kreative Workshops, digitale Sprechstunden oder Kulturveranstaltungen – das Projekt schafft Raum für Begegnung, Bildung und Engagement.

Die Stadt Bürgel stellt die Rahmenbedingungen, der Trägerverein koordiniert die Angebote – und die Bürgerinnen und Bürger füllen das Haus mit Leben. Besonders wichtig: Ehrenamtliche, Vereine, Schulen und Initiativen werden eingebunden und gestalten das Programm mit.


Das Projekt wirkt gleich mehrfach:


Sozial – Begegnungen zwischen den Generationen stärken den Zusammenhalt.
Demografisch – Familienfreundliche Strukturen machen Bürgel attraktiver.
Nachhaltig – Ressourcen werden geteilt, Wissen weitergegeben, Gemeinschaft gefördert.
Innovativ – Bürgel wird zum Modellstandort für den Saale-Holzland-Kreis.

Der erste große Aufschlag ist bereits geplant: Die Bibliothek der Stadt Bürgel soll in die neuen Räume umziehen und wird von den Schülerinnen und Schülern der TGS Bürgel gemeinsam gestaltet. Das Mehrgenerationenprojekt ist damit mehr als nur ein Gebäude – es ist ein lebendiges Zukunftsmodell für Bürgel und die Region.


Packen wir es gemeinsam an!

Ausgangssituation

Das zukünftige Mehrgenerationenhaus befindet sich im Ortskern der Töpferstadt Bürgel in der Eisenberger Straße 54 und diente bis vor Kurzem als Außenstelle der Kita „Sausewind“. Die Räumlichkeiten mit einer Nutzfläche von zusammen ca. 263 m² Nutzfläche sollen künftig für ein Bürger- und Begegnungszentrum zur Verfügung stehen. Mit seiner zentralen Lage im Ort, der räumlichen Nähe zu Kindergarten, Schule, Kirche, Sportplatz und Einkaufsmöglichkeiten, der unweiten ÖPNV-Anbindung, der Barrierefreiheit sowie der vielfältigen Raumstruktur und der umgebenden nutzbaren Außenfläche ist das Gebäude für die Entwicklung eines Bürgerzentrums nahezu ideal geeignet. Unter dem Motto „Miteinander wachsen – Räume und Möglichkeiten schaffen für Jung und Alt“ wurden aus diesem Grund ortsansässige Vereine und interessierte Bürger im Rahmen eines von der Stadt Bürgel initiierten Sozialraumtreffens aktiv in die Überlegungen einbezogen und entwickelten Ideen und Perspektiven, wie generationenübergreifende Räume gestärkt und neue Möglichkeiten und Angebote für Menschen aller Altersgruppen geschaffen werden können. In einer bewusst offen gehaltenen Fragestellung wurden die wichtigsten Faktoren und deren Qualität identifiziert, die für die Entwicklung einer Mehrgenerationen-Begegnungsstätte entscheidend sind und dessen Funktion als zentraler Treffpunkt und Veranstaltungsort unterstreichen.

VISION


Die Mehrgenerationen-Begegnungsstätte Bürgel soll durch ihre Angebote und Nutzungsmöglichkeiten zu einem niedrigschwelligem Belebungs- und Impulsgeber für bürgerschaftliches Engagement, kulturelle und soziale Aktivitäten sowie Beratungs- und Bildungsangebote in der Töpferstadt werden. Als Ort der Begegnung fördert sie die Kommunikation, den Gemeinschaftssinn, die Integration und die Vernetzung aller in Bürgel lebenden Generationen. In der Begegnungsstätte sind alle Menschen willkommen, vorrangig steht es den Bürgerinnen und Bürgern aus Bürgel und den dazugehörigen Gemeinden offen. Mit seinen vielfältig nutzbaren,
barrierefreien Räumen ist es auf den Bedarf unterschiedlicher Nutzergruppen ausgerichtet und wird als ein Ort der Vielfalt und Lebensfreude in die Stadt und darüber hinaus positiv ausstrahlen.

ZIELE

Der KJB und die Stadt Bürgel haben es sich zum Ziel gesetzt, das Mehrgenerationenprojekt als Motor für ein lebendiges Bürgel zu initiieren, indem es einen Begegnungsort schafft, das bürgerschaftliche Engagement stärkt, Identität und soziale Stadtentwicklung fördert, Toleranz und Weltoffenheit verdeutlicht, die Vernetzung und Kooperation fördert, Wirtschaftlichkeit forciert, Abwanderungstendenzen mindert, Teilhabechancen erweitert und generationsübergreifende Solidarität fördert. Zugleich leistet es einen praktischen Beitrag zu ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit, indem Ressourcen geteilt, Wissen weitergegeben und Gemeinschaft gestärkt werden.


Darüber hinaus ist das Mehrgenerationenprojekt für Bürgel ein innovatives Pilotprojekt zur Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Durch seinen Modellcharakter hat es Strahlkraft über die Stadt hinaus in den gesamten Saale-Holzland-Kreis – als praxisnahes Beispiel, wie Kommunen den demografischen Wandel aktiv gestalten und Nachhaltigkeit in sozialen, kulturellen und ökologischen Dimensionen verankern können.

–> Begegnung
Als Ort der Begegnung unterstützt die Mehrgenerationen-Begegnungsstätte Bürgel
– die Durchmischung und Kontaktförderung verschiedener Einwohnergruppen,
– die Vermeidung von Vereinsamung und Isolation,
– den Aufbau generationsübergreifender sozialer Netzwerke,
– die Förderung des interkulturellen Austauschs, von Toleranz und Akzeptanz und einer toleranten
– und demokratischen Zivilgesellschaft,
– die Entwicklung inklusiver, integrativer und antidiskriminierender Strukturen

unter Berücksichtigung der Interessen und Belange aller Mitmenschen. Insbesondere Jugendliche brauchen zwingend Räume ohne Konsumzwang. Senioren profitieren von sozialer Teilhabe.


–> Bürgerschaftliches Engagement
Die Mehrgenerationen-Begegnungsstätte Bürgel ist eine zentrale Stelle für die Förderung von bürgerschaftlichem Engagement in der Stadt. Sie bietet Vereinen, Gruppierungen und Einzelpersonen vielfältig nutzbare, barrierefreie Räumlichkeiten und eröffnet so Gestaltungsspielräume für die Entwicklung eigener Ideen und Aktivitäten. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Töpferstadt beteiligen sich aktiv an der Entwicklung des Hauses und unterstützen dessen Ziele.

–> Teilhabe am öffentlichen Leben
Die Mehrgenerationen-Begegnungsstätte Bürgel bietet eine offene Gemeinschaft und eine Plattform für Vereine sowie Interessens- und Selbsthilfegruppen, um der gesellschaftlichen Entwicklung von sozialer Isolation entgegen zu wirken. Für alle Angebote und Möglichkeiten der Begegnungsstätte gelten der Grundsatz der Freiwilligkeit und das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe.

–> Toleranz und Offenheit
Die Mehrgenerationen-Begegnungsstätte Bürgel ist ein diskriminierungsfreier Ort, wo sich Menschen mit Respekt, Toleranz und Verständnis begegnen. Die Angebote des Hauses stehen allen Menschen offen. Nicht geduldet werden Veranstaltungen, in
denen extreme, rassistische, antidemokratische oder diskriminierende Inhalte dargestellt und/oder verbreitet werden.

–> Vernetzung und Kooperation
Die Mehrgenerationen-Begegnungsstätte Bürgel als zentrale Einrichtung in Ergänzung bestehender Institutionen fördert die Vernetzung in der Stadt und erzeugt Synergieeffekte. Gerade den Vereinen wird hier ein Rahmen geboten, in dem das gegenseitige Kennenlernen und gemeinsame Aktivitäten gefördert werden. Darüber hinaus wird unterschiedlichen Trägern der räumliche Rahmen für die Durchführung von Kooperationsprojekten geboten. Ziel ist die Vernetzung der Thüringer Gemeinschaftsschule Bürgel, dem KITA Sausewind, den Pflegeeinrichtungen, der Kirche, den kulturellen Einrichtungen wie bspw. dem Keramikmuseum, dem Handwerk wie bspw. den Töpfern und den vielfältigen Vereinen, wie Sportverein Blau-Weiß-Bürgel, Sportverein Thalbürgel Bürgeler Faschingsclub, Feuerwehrverein und vielen anderen wichtigen Akteuren der Stadt Bürgel.

FAZIT

Die Mehrgenerationen-Begegnungsstätte Bürgel soll ein Ort für Gemeinschaft werden. Ein gelungenes Beispiel für eine lebendige Stadtgesellschaft, für Vielfalt, Offenheit und Inklusion. Ein Ort, der Bürgel bereichert und Bewohnern wie Besuchern einen Mehrwert bietet.
Schon jetzt ist durch die aktive Zusammenarbeit in der Gruppe, die Anregungen aus den Sozialraumtreffen und den intensiven Dialogen mit Vereinen, Partnern, Unterstützern und vielen Interessierten ein ganzheitliches, nachfrageorientiertes
Konzept entstanden. Unser zentrales, gemeinsames Motiv ist die Förderung generationenübergreifender Angebote und Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Viele der im Stadtentwicklungskonzept genannten Ziele werden mit unserem Konzept in die
Praxis umgesetzt.
Weiterhin werden mit der behutsamen Renovierung der Immobilie neue Akzente gesetzt. Der grüne Innenhof wird öffentlich zugänglich. So wird die Begegnungsstätte für alle erlebbar und zugleich zukunftsfähig weiterentwickelt.

Gemeinsam von und für die Bürger und Bürgerinnen von Bürgel

Wir glauben, dass das »Gemeinschaftsprojekt Mehrgenerationen-Begegnungsstätte« unsere Heimatstadt bereichern wird — sowohl gesellschaftlich als auch sozial. Das Projekt könnte ein Symbol dafür werden, wie engagierte Bürger und Bürgerinnen in Bürgel den aktuellen Herausforderungen des gesellschaftlichen, demografischen und ökologischen Wandels aktiv und gemeinsam begegnen. Für ein
lebenswertes Miteinander.


Wenn Sie ein interessantes Angebot, kreative Ideen, Fragen oder Interesse am »Gemeinschaftsprojekt Mehrgenerationen-Begegnungsstätte« haben, dann lassen Sie uns gern ins Gespräch kommen: